FAT-SCHRIFTENREIHE 367

    Das selbsttätige Losdrehen ist ein Prozess, der bei Schraubenverbindungen im Betrieb zu einem zunehmenden Vorspannkraftverlust führt, der bis zu einem vollständigen Lösen der Verbindung führen kann. Es tritt auf, wenn es beispielsweise durch Belastungsspitzen im eingeschraubten Gewinde oder der Kopfauflage zum Abgleiten kommt und wird durch das Gewindesteigungsmoment erzeugt, das nach dem Überwinden der Haftreibung ein Losdrehen der Schraube oder Mutter herbeiführt. In dem vorliegenden Projekt wurde daher eine Bewertungsmethode für das das selbsttätige Losdrehen einschnittiger Schraubenverbindungen unter harmonisch oszillierender, transversaler Belastung entwickelt. Diese Bewertungsmethode fußt auf zwei Säulen. Die erste Säule umfasst experimentelle Untersuchungen zur Charakterisierung und zum Losdrehverhalten von Modellverbindungen. Die zweite Säule befasst sich mit der numerischen Modellierung der Schraubenverbindungen mittels der Finite Elemente Methode (FEM). Das resultierende Gesamtkonzept ist dabei in der Lage, das Losdrehverhalten von Schraubenverbindungen unter einachsiger Querbelastung abzubilden.